Immer auf der Flucht
Auf der Jagd zeigt ein Illuwillu, das von einer abstrakten Waffe verfolgt und bedroht wird.
Die Waffe besitzt kein klares Gesicht und keinen eindeutigen Täter. Gerade dadurch wirkt sie umso bedrohlicher. Sie steht für all jene Kräfte, die Menschen verfolgen, ausgrenzen oder unterdrücken, ohne dabei immer sichtbar zu sein.
Das Illuwillu befindet sich ständig in Bewegung.
Immer bereit zu fliehen. Immer angespannt. Immer mit dem Gefühl, dass die nächste Gefahr bereits auf es wartet. Ruhe kennt die Figur nicht.
Dabei hat sie nichts getan. Und genau darin liegt die Tragik der Zeichnung.
Denn Auf der Jagd erzählt von Menschen und Gruppen, die nicht wegen ihres Handelns verfolgt werden, sondern wegen dessen, was sie sind. Minderheiten, Andersdenkende, Ausgegrenzte oder jene, die nicht in das gewünschte Bild ihrer Umgebung passen.
Die Figur schreit.
Laut.
Verzweifelt.
Doch niemand scheint sie zu hören.
Ihre Angst verhallt zwischen Gleichgültigkeit, Wegschauen und jener Bequemlichkeit, die Unterdrückung oft erst möglich macht. Während die Bedrohung immer näher rückt, bleibt die Figur mit ihrer Angst allein.
Dabei geht es nicht nur um historische Verfolgung.
Die Zeichnung erzählt ebenso von aktuellen Formen der Ausgrenzung, von Vorurteilen, Diskriminierung und dem Gefühl, ständig auf der Hut sein zu müssen.
Auf der Jagd ist deshalb keine Darstellung von Schwäche.
Es ist die Darstellung eines Wesens, das trotz permanenter Bedrohung weiterläuft, weiterkämpft und nicht aufgibt.
Zwischen Angst, Verfolgung und typischem Illuwillu
Auf der Jagd steht für Menschen, die ständig unter Druck stehen und dennoch weitermachen.
Die Illustration erzählt von Ausgrenzung, Verfolgung und dem Wunsch nach Sicherheit und Zugehörigkeit.
Wenn niemand zuhört
Auf der Jagd zeigt ein Wesen, das verzweifelt um Aufmerksamkeit und Verständnis kämpft.
Gehetzt. Wachsam. Und dennoch voller Überlebenswillen.