Der Mann, der nichts braucht
Wilhelm Nix gehört zu den rätselhaftesten Erscheinungen des gesamten Illuversums.
Eigentlich sieht er aus wie nichts, das man eindeutig benennen könnte. Eher wie ein großes Geschwür mit einem einzelnen Auge und fünf kleinen Beinchen, die seinen merkwürdigen Körper durch die Landschaft tragen.
Wer ihn zum ersten Mal sieht, fragt sich unweigerlich, was genau er eigentlich sein soll.
Wilhelm selbst würde vermutlich antworten:
Nichts.
Und genau deshalb trägt er seinen Namen.
Denn Wilhelm Nix braucht nichts.
Keinen Besitz, keine Anerkennung, keine Karriere, keinen Status und möglichst auch keine Gesellschaft. Während andere Figuren ständig etwas erreichen, besitzen oder darstellen möchten, hat Wilhelm mit all dem längst abgeschlossen.
Er lebt zurückgezogen als Einsiedler.
Tief in den abgelegensten Winkeln des Illuversums verbringt er seine Zeit fernab von Lärm, Trubel und gesellschaftlichen Erwartungen.
Seine Ansprüche an das Leben sind erstaunlich gering.
Er ernährt sich hauptsächlich von Würmern, Flechten und allem, was ihm die Natur gerade zur Verfügung stellt. Luxus erscheint ihm ebenso überflüssig wie Ehrgeiz.
Dabei wirkt Wilhelm oft frustriert und mürrisch.
Nicht weil ihm etwas fehlt, sondern weil ihn die Rastlosigkeit anderer Wesen irritiert. Für ihn scheint die Welt voller Menschen zu sein, die ständig etwas wollen, obwohl sie bereits genug besitzen.
Vielleicht hat er damit sogar einen Punkt.
Wilhelm Nix lebt wie ein Asket.
Reduziert auf das Wesentliche, frei von den meisten Bedürfnissen und erstaunlich unbeeindruckt von allem, was andere als Erfolg bezeichnen würden.
Zwischen Rückzug, Einfachheit und typischem Illuwillu
Wilhelm Nix steht für Verzicht, Selbstgenügsamkeit und die radikale Abkehr von gesellschaftlichen Erwartungen.
Unter seiner sonderbaren Erscheinung verbirgt sich ein Charakter, der mit erstaunlich wenig auskommt.
Wenn nichts plötzlich genug ist
Wilhelm Nix zeigt eine Figur, die dem ständigen Mehr der modernen Welt konsequent den Rücken gekehrt hat.
Zurückgezogen. Genügsam. Und bemerkenswert unabhängig.