Laut, schnell und völlig überschätzt
Der Raketenschwanz hält sich für den besten Liebhaber des gesamten Illuversums.
Mit maximaler Selbstüberschätzung, lautem Auftreten und permanentem Machogehabe bewegt sich die Figur durchs Leben, als wäre sie ein Geschenk an die Menschheit.
Denn der Raketenschwanz verwechselt Geschwindigkeit und Größenwahn mit echter Leidenschaft.
Alles muss schnell, intensiv und möglichst beeindruckend wirken. Rücksicht, Feingefühl oder echte Nähe interessieren ihn dabei kaum. Hauptsache laut, dominant und voller Selbstinszenierung.
Dabei wirkt die Figur erstaunlich einfach gestrickt.
Der Raketenschwanz ist ein klassischer Prolet — grob, chauvinistisch und vollkommen überzeugt davon, dass sein Auftreten automatisch Bewunderung erzeugen müsse.
Und genau dort beginnt die eigentliche Lächerlichkeit.
Denn während der Raketenschwanz sich selbst als unwiderstehliche Legende wahrnimmt, erleben ihn andere Menschen oft eher als anstrengenden Egomanen mit viel zu großem Mundwerk.
Im Illuversum entsteht daraus keine bewunderte Machofigur.
Vielmehr zeigt der Raketenschwanz jene Männer, die permanent Stärke und sexuelle Überlegenheit darstellen wollen, innerlich jedoch erschreckend unsicher wirken.
Dabei bleibt die Figur trotzdem seltsam unterhaltsam.
Wie ein Mensch, der so überzeugt von sich selbst ist, dass seine Übertreibung irgendwann beinahe komisch wird.
Zwischen Ego, Proletencharme und typischem Illuwillu
Der Raketenschwanz lebt vollkommen in seiner eigenen Vorstellung von Männlichkeit.
Laut sein bedeutet für ihn Stärke. Dominanz bedeutet Erfolg. Und Kritik verstehen grundsätzlich nur „Neider“.
Gerade dadurch entsteht diese Mischung aus Fremdscham, Überheblichkeit und absurder Selbstüberschätzung.
Wenn das Ego schneller wird als der Verstand
Der Raketenschwanz zeigt jene Menschen, die sich selbst permanent für außergewöhnlich halten, ohne jemals wirklich über sich nachzudenken.
Laut. Prollig. Und vollkommen überzeugt von der eigenen Großartigkeit.